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Die Bevölkerung

                                     Zur Bevölkerung Deutschlands zählen alle Einwohner, die mit ihrer Hauptwohnung in der
                                     Bundesrepublik Deutschland gemeldet sind, also auch alle hier gemeldeteten Ausländer und
                                     Ausländerinnen.
                                     Die Bundesrepublik Deutschland ist ein dichtbesiedeltes Land. Hier leben rd. 82 Mill. Einwohner,
                                     das entspricht einer Bevölkerungsdichte von 230 Personen je Quadratkilometer. Die Vergleichszahl
                                     für die Europäische Union liegt bei 116.

                                     Die Bevölkerungsentwicklung wird von unterschiedlichen Einflüssen geprägt. Geburten und
                                     Sterbefälle bestimmen die Einwohnerzahl ebenso wie die Wanderungsbewegungen, die über die
                                     Grenzen der Bundesrepublik Deutschland hinweg stattfinden.

                                     Am Altersaufbau der Bevölkerung läßt sich ablesen, wie sich das Verhältnis der jüngeren zur
                                     älteren Generation entwickelt. Bereits heute ist die Bundesrepublik Deutschland - wie die meisten
                                     Industrieländer - durch eine verhältnismäßig schwach vertretene junge Generation gekennzeichnet.
                                     Die Lebenserwartung ( im früheren Bundesgebiet und in den neuen Ländern) wächst, und dadurch
                                     verschiebt sich die Altersstruktur ständig zugunsten der älteren Menschen. Modellrechnungen zur
                                     Bevölkerungsentwicklung zeigen, daß bereits in wenigen Jahren in Deutschland mehr 65 jährige
                                     oder ältere Menschen als 15 jährige und jüngere leben werden.

                                     Die Entwicklung der Geburten, aber auch der Eheschließungen und -scheidungen spiegelt die
                                     Einstellung der Gesellschaft zur Familie und zu Kindern wider. Niedrige Geburtenzahlen und
                                     abnehmende Heiratsbereitschaft haben auch Einfluß auf die Haushaltsgröße, die in der
                                     Bundesrepublik Deutschland tendenziell seit Jahren abnimmt: Haushalte mit mehr als fünf
                                     Personen sind nur noch äußerst selten vorzufinden, während die Zahl der Einpersonenhaushalte
                                     ständig wächst. Besonders in Großstädten sind Einpersonenhaushalte überdurchschnittlich häufig
                                     anzutreffen.

                                     Nach wie vor bestehen in der Bevölkerungsentwicklung Unterschiede zwischen dem Westen und
                                     Osten Deutschlands; dies betrifft insbesondere die allgemeine Geburtenziffer, also die Anzahl der
                                     Lebendgeborenen bezogen auf 1 000 Einwohner. Sie liegt in den neuen Ländern und Berlin-Ost
                                     erheblich unter dem Wert für das frühere Bundesgebiet

                                    © Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 1999
 

Notizen zum Text:
1. Wer zählt zur Bevölkerung?
2. Wie ist die Bevölkerungsdichte in Deutschland im Vergleich zum europäischen Durchschnitt?
3. Welche drei Faktoren bestimmen die Einwohnerzahl?
4. Was heißt: Die Lebenserwartung wächst?
5. Welche Faktoren bestimmen die Haushaltsgröße?
6. Was ist die Tendenz?