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GM333

 

Bevölkerungsbewegung / Zu- und Abwanderung / Migration

Tatsachen über Deutschland. 1999. S. 7-16


 


Als Vorbereitung auf das Thema Migration lesen Sie bitte die Einleitung des "Migrationsberichts", der 1999 im Auftrag der Bundesregierung herausgegeben wurde.
Beantworten Sie die Fragen.

1. Wo siedelten sich viele Deutsche im Mittelalter an?
2. Wo siedelten sich viele Deutsche im 19. Jahrhundert an?
3. Was sind die heutigen Kriterien der Migration?

Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich die Bevölkerung in Deutschland durch Zuwanderung sehr verändert. Ist Deutschland also ein Einwanderungsland, das mit den USA zu vergleichen ist?
Einige Kategorien werden wir näher untersuchen: 
1. die Bevölkerungsbewegung zwischen den alten und den neuen Bundesländern
2. die Aussiedler
3. Jüdische Zuwanderer
4. Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland
5. Asylanten

I. Die Wanderung zwischen Ost- und Westdeutschland

Fortzüge 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998
. . . von den neuen Ländern und Berlin-Ost in das frühere Bundesgebiet
395 343
249 743
199 170
172 386
163 034
168 336
166 007
167 789
182 478
. . . vom früheren Bundesgebiet in die neuen Länder und Berlin-Ost
36 217
80 267
111 345
119 100
135 774
143 063
151 973
157 348
151 750

           Quelle: http://www.statistik-bund.de/presse/deutsch/pm/p9383025.htm

Vergleichen Sie das Jahr 1990 mit dem Jahr 1998. Schreiben Sie einen Text, der die Statistik erklärt und kommentiert (8 Sätze).
Modell:  1. 1990 verliessen beinahe 400 Tausend Menschen die frühere DDR und Ost-Berlin und nahmen ihren Wohnsitz in Westdeutschland.


II. Die Einbürgerung der Aussiedler.
Ein Kapitel des "Migrationsberichts" beschäftigt sich mit den sogenannten Spätaussiedlern.
Es handelt sich um Menschen deutscher Herkunft, die in der Diaspora in den ehemaligen Sowjetrepubliken lebten.
Eine geringere Anzahl dieser Menschen ging schon vor dem Bau der Mauer (1961) nach Westdeutschland. 
Sie wurden als Aussiedler bezeichnet. "Spät"aussiedler sind die Menschen deutscher Herkunft, 
die nach der Wende in großer Anzahl nach Westdeutschland zogen und ihren Anspruch auf Einbürgerung geltend machten. Seit 1990 sind fast 2 Millionen Spätaussiedler zugewandert.
Schauen Sie sich die Tabelle an und notieren Sie.

In welchem Jahr war der Höhepunkt der Zuwanderung?
In welchem Jahr kamen die meisten Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion?
Wieviel Prozent der Aussiedler kamen 1990 aus Polen? Ungefähr? Und 1999?
Wieviel Prozent der Aussiedler kamen 1999 aus der ehemaligen Sowjetunion?
Wie hat  sich also der Schwerpunkt nach Herkunftlsand und Jahr  verlagert?

Zuzug von Spätaussiedlern nach Herkunftsgebieten von 1990 bis 1999

Herkunftsgebiet
1990
   1991   1992   1993   1994
1995
  1996   1997   1998
1999
EhemaligeSowjetunion
147.950
147.320 195.576 207.347 213.214
209.409
172.181 131.895 101.550
39.246
Polen
133.872
  40.129   17.747     5.431     2.440
1.677
    1.175        687        488
179
Rumänien
111.150
  32.178   16.146     5.811    6.615
6.519
    4.284     1.777     1.005
314
Jugoslawien        961        450        207        120      182        178          77          34          14       11
EhemaligeTschechoslowakei     1.708        927       460       134        95          62          14          10          16          8
Ungarn     1.336        952       354          37        42         43          14          16           4          0
sonstige Herkunftsländer
96
         39         80           8           3
10
           6            0           3
0
insgesamt
397.073
221.995 230.565 218.888 222.591
217.898
177.751 134.419 103.080
39.758
                  Quelle: Migrationsbericht 1999. http://www.bundesauslaenderbeauftragte.de/publikationen/mbe.pdf 

Lesen Sie nun den Bericht über diese Spätaussiedler (klicken) aus dem "Migrationsbericht 1999" und den Text <Aufnahme und Eingliederung von Aussiedlern> weiter unten auf dieser Seite. Machen Sie sich Notizen zu folgenden Fragen:

Wer sind die Aussiedler?
Wo bewirbt man sich für die Aussiedlung?
Warum kommen in den letzten Jahren weniger Aussiedler?
Wo sollen die Aussiedler Deutsch lernen?
Wer gibt den Aussiedlern finanzielle Hilfe?
Wo sollen die Aussiedler in Deutschland wohnen?
Wielange wollen sie in Deutschland bleiben?
Was ist ein positiver Aspekt der Einbürgerung?
 

Aufnahme und Eingliederung von Aussiedlern

Seit 1950 sind insgesamt rund 3,7 Millionen Aussiedler in die Bundesrepublik Deutschland gekommen.

Wie in den vergangenen Jahren haben die Auslandsvertretungen in den betreffenden Staaten eine große Zahl von Aussiedlungsbewerbern beraten.

Die Aufnahme deutscher Volkszugehöriger aus den Siedlungsgebieten wurde im Dezember 1992 neu geregelt.  Die Bemühungen der Bundesregierung, den deutschen Volkszugehörigen in den Siedlungsgebieten Perspektiven zum Bleiben zu schaffen, hat dazu geführt, daß wesentlich weniger Aussiedler aufgenommen werden als in den vergangenen Jahren.

Die Bundesregierung trägt weiter dafür Sorge, daß durch ein breites Angebot an Sprachkursen und durch Sprachprüfungen in den Herkunftsgebieten möglichst viele Personen mit besseren Kenntnissen der deutschen Sprache aufgenommen werden.

Die Eingliederung der Aussiedler und ihrer Familienangehörigen bleibt eine Aufgabe, die nur in der Zusammenarbeit von Bund und Ländern und Gemeinden mit Unterstützung der Wohlfahrts- und Vertriebenenverbände und der Kirchen erreicht werden kann. Der Bund trug mit rd. 3,2 Mrd. DM auch 1996 einen erheblichen Teil der finanziellen Kosten für die Hilfen im Aussiedlerbereich.

Die gleichmäßige Verteilung der Aussiedler im Bundesgebiet ist von zentraler Bedeutung für eine zügige und erfolgreiche Integration.
Quelle: Broschüren "Online": Jahresbericht der Bundesregierung 1996. (abgeändert)


III. Jüdische Zuwanderung
Zwischen 1990 und 1998 sind insgesamt 102.311 jüdische Personen
aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion nach Deutschland zugewandert. Pro Jahr liegt die Anzahl der jüdischen Zuwanderer zwischen 15.000 und 20.000.  Schauen Sie sich die Tabelle an. 


1) Von 1990 bis 1993 eingereist. Davon 8.535 sogenannte Altfälle, die bis Ende1991
außerhalb des geregelten Verfahrens eingereist waren.
Quelle: Migrationsbericht 1999. http://www.bundesauslaenderbeauftragte.de/publikationen/mbe.pdf 

Lesen Sie den Abschnitt über die jüdische Zuwanderung (klicken) aus dem "Migrationsbericht 1999" 
und machen Sie sich Notizen zu folgenden Fragen.

Fragen:
Nennen Sie einige Länder der ehemaligen Sowjetunion.
Wo muß man einen Ausreiseantrag stellen?
Was bekommen die Asylberechtigten?
Wer zahlt das Eingliederungsgeld und wielange?
Wo werden die zugewanderten Personen registriert?
Wie hoch ist jährlich ungefähr die Zahl der jüdischen Zuwanderer?
Was weiß man nicht?