Als Vorbereitung auf das Thema Migration
lesen Sie bitte die Einleitung des
"Migrationsberichts", der 1999 im Auftrag der Bundesregierung herausgegeben
wurde.
Beantworten Sie die Fragen.
1. Wo siedelten sich viele Deutsche im
Mittelalter an?
2. Wo siedelten sich viele Deutsche im
19. Jahrhundert an?
3. Was sind die heutigen Kriterien der
Migration?
Seit dem Zweiten Weltkrieg hat sich
die Bevölkerung in Deutschland durch Zuwanderung sehr verändert.
Ist Deutschland also ein Einwanderungsland, das mit den USA zu vergleichen
ist?
Einige Kategorien werden wir näher
untersuchen:
1. die Bevölkerungsbewegung zwischen
den alten und den neuen Bundesländern
2. die Aussiedler
3. Jüdische Zuwanderer
4. Ausländer mit Wohnsitz in Deutschland
5. Asylanten
I. Die Wanderung zwischen Ost- und Westdeutschland
| Fortzüge |
1990 |
1991 |
1992 |
1993 |
1994 |
1995 |
1996 |
1997 |
1998 |
| . . . von den neuen Ländern
und Berlin-Ost in das frühere Bundesgebiet |
395 343
|
249 743
|
199 170
|
172 386
|
163 034
|
168 336
|
166 007
|
167 789
|
182 478
|
| . . . vom früheren Bundesgebiet
in die neuen Länder und Berlin-Ost |
36 217
|
80 267
|
111 345
|
119 100
|
135 774
|
143 063
|
151 973
|
157 348
|
151 750
|
Quelle:
http://www.statistik-bund.de/presse/deutsch/pm/p9383025.htm
Vergleichen Sie das Jahr 1990 mit dem
Jahr 1998. Schreiben Sie einen Text, der die Statistik erklärt und
kommentiert (8 Sätze).
Modell: 1. 1990 verliessen
beinahe 400 Tausend Menschen die frühere DDR und Ost-Berlin und nahmen
ihren Wohnsitz in Westdeutschland.
II. Die Einbürgerung der Aussiedler.
Ein Kapitel des "Migrationsberichts"
beschäftigt sich mit den sogenannten Spätaussiedlern.
Es handelt sich um Menschen deutscher
Herkunft, die in der Diaspora in den ehemaligen Sowjetrepubliken lebten.
Eine geringere Anzahl dieser Menschen
ging schon vor dem Bau der Mauer (1961) nach Westdeutschland.
Sie wurden als Aussiedler bezeichnet.
"Spät"aussiedler sind die Menschen deutscher Herkunft,
die nach der Wende in großer
Anzahl nach Westdeutschland zogen und ihren Anspruch auf Einbürgerung
geltend machten. Seit 1990 sind fast 2 Millionen Spätaussiedler
zugewandert.
Schauen Sie sich die Tabelle an und
notieren Sie.
In welchem Jahr war der Höhepunkt
der Zuwanderung?
In welchem Jahr kamen die meisten Aussiedler
aus der ehemaligen Sowjetunion?
Wieviel Prozent der Aussiedler kamen 1990
aus Polen? Ungefähr? Und 1999?
Wieviel Prozent der Aussiedler kamen 1999
aus der ehemaligen Sowjetunion?
Wie hat sich also der Schwerpunkt
nach Herkunftlsand und Jahr verlagert?
Zuzug von Spätaussiedlern nach
Herkunftsgebieten von 1990 bis 1999
| Herkunftsgebiet |
1990
|
1991 |
1992 |
1993 |
1994 |
1995
|
1996 |
1997 |
1998 |
1999
|
| EhemaligeSowjetunion |
147.950
|
147.320 |
195.576 |
207.347 |
213.214 |
209.409
|
172.181 |
131.895 |
101.550 |
39.246
|
| Polen |
133.872
|
40.129 |
17.747 |
5.431 |
2.440 |
1.677
|
1.175 |
687 |
488 |
179
|
| Rumänien |
111.150
|
32.178 |
16.146 |
5.811 |
6.615 |
6.519
|
4.284 |
1.777 |
1.005 |
314
|
| Jugoslawien |
961 |
450 |
207 |
120 |
182 |
178 |
77 |
34 |
14 |
11 |
| EhemaligeTschechoslowakei |
1.708 |
927 |
460 |
134 |
95 |
62 |
14 |
10 |
16 |
8 |
| Ungarn |
1.336 |
952 |
354 |
37 |
42 |
43 |
14 |
16 |
4 |
0 |
| sonstige Herkunftsländer |
96
|
39 |
80 |
8 |
3 |
10
|
6 |
0 |
3 |
0
|
| insgesamt |
397.073
|
221.995 |
230.565 |
218.888 |
222.591 |
217.898
|
177.751 |
134.419 |
103.080 |
39.758
|
Quelle: Migrationsbericht 1999. http://www.bundesauslaenderbeauftragte.de/publikationen/mbe.pdf
Lesen Sie nun den Bericht über
diese Spätaussiedler (klicken)
aus dem "Migrationsbericht 1999" und den Text <Aufnahme und Eingliederung
von Aussiedlern> weiter unten auf dieser Seite. Machen Sie sich Notizen
zu folgenden Fragen:
Wer sind die Aussiedler?
Wo bewirbt man sich für die Aussiedlung?
Warum kommen in den letzten Jahren weniger
Aussiedler?
Wo sollen die Aussiedler Deutsch lernen?
Wer gibt den Aussiedlern finanzielle Hilfe?
Wo sollen die Aussiedler in Deutschland
wohnen?
Wielange wollen sie in Deutschland bleiben?
Was ist ein positiver Aspekt der Einbürgerung?
Aufnahme und Eingliederung von Aussiedlern
Seit 1950 sind insgesamt rund 3,7 Millionen
Aussiedler in die Bundesrepublik Deutschland gekommen.
Wie in den vergangenen Jahren haben die
Auslandsvertretungen in den betreffenden Staaten eine große Zahl
von Aussiedlungsbewerbern beraten.
Die Aufnahme deutscher Volkszugehöriger
aus den Siedlungsgebieten wurde im Dezember 1992 neu geregelt. Die
Bemühungen der Bundesregierung, den deutschen Volkszugehörigen
in den Siedlungsgebieten Perspektiven zum Bleiben zu schaffen, hat dazu
geführt, daß wesentlich weniger Aussiedler aufgenommen werden
als in den vergangenen Jahren.
Die Bundesregierung trägt weiter dafür
Sorge, daß durch ein breites Angebot an Sprachkursen und durch Sprachprüfungen
in den Herkunftsgebieten möglichst viele Personen mit besseren Kenntnissen
der deutschen Sprache aufgenommen werden.
Die Eingliederung der Aussiedler und ihrer
Familienangehörigen bleibt eine Aufgabe, die nur in der Zusammenarbeit
von Bund und Ländern und Gemeinden mit Unterstützung der Wohlfahrts-
und Vertriebenenverbände und der Kirchen erreicht werden kann. Der
Bund trug mit rd. 3,2 Mrd. DM auch 1996 einen erheblichen Teil der finanziellen
Kosten für die Hilfen im Aussiedlerbereich.
Die gleichmäßige Verteilung
der Aussiedler im Bundesgebiet ist von zentraler Bedeutung für eine
zügige und erfolgreiche Integration.
Quelle: Broschüren
"Online": Jahresbericht der Bundesregierung 1996. (abgeändert)
III. Jüdische Zuwanderung
Zwischen 1990 und 1998 sind insgesamt
102.311 jüdische Personen
aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion
nach Deutschland zugewandert. Pro Jahr liegt die Anzahl der jüdischen
Zuwanderer zwischen 15.000 und 20.000. Schauen Sie sich die Tabelle
an.
1) Von 1990 bis 1993 eingereist.
Davon 8.535 sogenannte Altfälle, die bis Ende1991
außerhalb des geregelten
Verfahrens eingereist waren.
Quelle: Migrationsbericht 1999. http://www.bundesauslaenderbeauftragte.de/publikationen/mbe.pdf
Lesen Sie den Abschnitt über die
jüdische
Zuwanderung (klicken) aus dem "Migrationsbericht 1999"
und machen Sie sich Notizen zu folgenden
Fragen.
Fragen:
Nennen Sie einige Länder der ehemaligen
Sowjetunion.
Wo muß man einen Ausreiseantrag
stellen?
Was bekommen die Asylberechtigten?
Wer zahlt das Eingliederungsgeld und wielange?
Wo werden die zugewanderten Personen registriert?
Wie hoch ist jährlich ungefähr
die Zahl der jüdischen Zuwanderer?
Was weiß man nicht?
|