Leo Wörterbuch
zurück zu
GM333

 

Die Parteien im Deutschen Bundestag



 


 
 

 
 

Lesen Sie den Text. Dies sollten Sie wissen:

1. Welche Parteien sind im Bundestag vertreten? Vollständige Bezeichnung, keine Akronyme.
2. Wieviele Parteien haben sich beworben?
3. Warum sind nicht mehr Parteien im Bundestag vertreten?
4. Welche Partei hat die meisten Mitglieder?
5. Wie ist der allgemeine Trend?
6. Wie werden Parteien finanziert? Nennen Sie drei Geldquellen.
7. Was halten Sie von staatlichen Zuschüssen? Wie ist das in den USA?
8. Nennen Sie einige Jugendgorganisationen der Parteien.
9. Wie hoch war die Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl?

1.Im Bundestag - dem deutschen Parlament - sind folgende Parteien vertreten:
Die Tradition der SPD, der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands, geht bis ins 19. Jahrhundert zurück. 1997 hatte die SPD in der Bundesrepublik ca. 777.000 Mitglieder. Sie ist nach Mitgliedern die größte Partei in der Bundesrepublik. Vorsitzender der Partei ist Gerhard Schröder.

Die CDU, die Christlich-Demokratische Union, ist eine Neugründung von 1945. In der Bundesrepublik hatte die CDU Mitte 1997 ca. 632.000 Mitglieder. Sie ist nach Mitgliedern die zweitgrößte Partei in der Bundesrepublik. Vorsitzende der Partei ist Angela Merkel.

Die Schwesterpartei in Bayern ist die CSU, die Christlich-Soziale Union mit ca. 180.000 Mitgliedern 1997. Vorsitzender ist der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber.

Bündnis 90/Die Grünen ist ein Zusammenschluss aus dem aus ostdeutschen Bürgerbewegungen hervorgegangenen Bündnis 90 und den Grünen aus Westdeutschland. Die Grünen sind wiederum aus Bürgerinitiativen und Umweltschutzbewegungen hervorgegangen und konstituierten sich 1980 als Partei. Die Partei hatte 1997 ca. 49.000 Mitglieder. SprecherIn des Bundesvorstandes sind Renate Künast und Fritz Kuhn.

Die F.D.P., die Freie Demokratische Partei, wurde wie die CDU nach 1945 gegründet. Sie hatte 1997 71.000 Mitglieder. Vorsitzender ist Wolfgang Gerhardt.

Die PDS, die Partei des Demokratischen Sozialismus, wurde im Februar 1990 als Nachfolgeorganisation der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands) in Ost-Berlin gegründet. In den neuen Bundesländern zählte die Partei 1997 ca. 99.000 Mitglieder, in den alten Bundesländern waren es ca. 2.500 Mitglieder. Vorsitzender ist Lothar Bisky.


Quelle: Deutschland Magazine 6/99


2. Jeder Bürger, der das 18. Lebensjahr erreicht hat, ist wahlberechtigt und darf sich um ein Abgeordnetenmandat bewerben.

3. Jeder Bundesbürger darf eine politische Partei gründen, solange ihre Ziele mit der Verfassung in Einklang stehen.

4. Bei der Bundestagswahl am 27. September 1998 bewarben sich 33 Parteien.

5. Das in Deutschland geltende Verhältniswahlrecht unterscheidet zwischen Erst- und Zweitstimme. Mit der Erststimme wird ein Kandidat nach dem Mehrheitswahlrecht direkt gewählt. Die Zweitstimme entscheidet nach dem Verhältniswahlrecht über die Verteilung der Sitze einer Partei im Parlament. So sieht der Stimmzettel aus.

6. Parteien, die weniger als 5 % der Zweitstimmen erreichen, scheiden aus. Durch diese "Fünfprozent-Klausel" soll eine Zersplitterung des Parteiensystems verhindert und die Funktionsfähigkeit des Parlaments gesichert werden. Die Fünfprozent-Klausel gilt nicht, wenn eine Partei mindestens drei Direktmandate gewinnt.

7. Alle Parteien finanzieren sich aus Mitgliedsbeiträgen und aus Spenden, die vor allem aus der Wirtschaft kommen. Durch gesetzliche Regelungen wurden Steuerbegünstigungen für Parteispenden eingeschränkt. Neben diesen Geldern bekommen die Parteien auch staatliche Zuschüsse; so erstattet der Staat den Parteien für die bei Parlamentswahlen erhaltenen ersten 5 Millionen Stimmen 1,30 DM, für die übrigen Stimmen je 1 DM.

8. Den einzelnen Parteien stehen verschiedene Organisationen oder Gruppierungen nahe (Arbeitnehmer, Wirtschaftskreise, etc.). Eine besondere Rolle spielen die Jugendorganisationen mit ähnlichen politischen Zielrichtungen: Jungsozialisten (SPD), Junge Union (CDU), Grün-Alternatives Jugendbündnis (Bündnis 90/Die Grünen) und die "JuLi", die Jungen Liberalen (F.D.P.) .

9. Die Beteiligung an Wahlen ist freiwillig. Von den insgesamt 60,7 Millionen Wahlberechtigten gingen am 27. September 1998 82,3 % zur Wahl.

10. Die Wahl zum 14. Deutschen Bundestag am 27. September 1998 brachte folgendes Ergebnis:

Partei Prozent Sitze
SPD 40,9 298
CDU/CSU 35,1 245
Bündnis90/Die Grünen  6,7  47
F.D.P. 6,2  43
PDS 5,1  36

Quelle: Internationes. Transparente Landeskunde. Stand: 5/99

Besuchen Sie die Webseiten der der Parteien und wählen Sie ein Parteiprogramm, das Sie vertreten möchten. Benutzen Sie für Ihre Propaganda den List-Server.